Schnell, verstecken! Und das GPS nicht vergessen!

Jungs, die etwas Wichtiges, Wertvolles oder Geheimes besitzen, sollten wissen, wo sie es gegebenenfalls verstecken können. Dieses Etwas können auch sie selber sein.
Hier ein paar Ideen, welche Orte sich dafür anbieten, was man bedenken muss – und wie man aus dem Verstecken ein spannendes Spiel namens „Geocaching“ machen kann.

Dinge verstecken

  • Klassische Verstecke vermeiden
    Dort suchen alle zuerst. Also nichts unter die Fußmatte legen, in einem Blumentopf oder in der Waschpulver-Box versenken (wo viele während eines Urlaubs ihre Wertsachen hineingeben).
  • Vergraben
    Da ist vergraben schon besser. Nicht ohne Grund tun es die Menschen und Piraten seit vielen Jahrhunderten. Den fraglichen Gegenstand wasserdicht einpacken und in der Nähe eines markanten Punktes in der Erde versenken. Skizze anfertigen. Nicht vergessen, es rechtzeitig wieder hervorzuholen.
  • Schlüsselstein
    Sieht aus wie ein normaler Stein, ist aber aus Kunststoff und hat ein kleines Fach, in das man einen Schlüssel oder etwas Kleines reintun kann. Irgendwo im Garten hinlegen - aber vorsicht, dass ihn nicht jemand wegwirft. Gibt es um ein paar Euro im Baumarkt zu kaufen.
  • An ungewöhnlichen Plätzen
    Jedes Haus, jede Wohnung hat Besonderheiten, die sie von anderen unterscheiden. Die gilt es aufzuspüren. Beispielsweise das lose Brett der Treppe, das sich rausziehen und wieder reinstecken lässt; der Hohlraum darunter ist schon mal nicht schlecht. Auch nicht schlecht: Die Rückseite eines Schrankes, der sich schwer bewegen lässt; an die kann man was drankleben. Für weitere Verstecke einen ruhigen Nachmittag abwarten und sich auf die Suche begeben.
  • Geldgürtel
    Wer Geld transportieren will, kann es in einem Geldgürtel verstecken. Sieht aus wie ein normaler Gürtel, hat aber ein Geheimfach, in dem man Geldscheine (oder Papiere) verbergen kann.
  • Beintasche
    Eine Tasche, die man am Unterschenkel befestigt und in der man – gut unter der langen Hose versteckt – seine flachen Wertsachen transportieren kann. Es gibt auch Taschen, die man unter dem Hemd, um den Bauch oder unter der Schulter trägt, andere hängt man um den Hals. Dienen alle demselben Zweck.
  • Buchversteck
    Auf dem Flohmarkt ein dickes, unauffällig aussehendes Buch mit hartem Einband kaufen. Mit einem scharfen Messer (z.B. einem Tapezier- oder einem Teppichmesser  – Vorsicht Finger!) in der Mitte des Buchblocks ein Versteck ausschneiden. Das Buch im Bücherregal verstecken. Man kann solche „Buchsafes“ auch kaufen, aber selber machen ist lustiger.

Sich selber verstecken

Wer sich in freier Natur verstecken will, sollte sich an die Ratschläge der Profis halten ((z.B. in dem Buch „Sicherheit, Orientierung, Routenplanung. Das Survivalwissen der Eliteeinheiten“, Pietsch Verlag). Die raten unter anderem Folgendes:

  • Sich der Umgebung und deren Grundformen anpassen!
    Das bedeutet:
  • auf flachem Gelände hinlegen
  • im Wald aufrecht stehen
  • auf einem Baum auf einen Ast legen
  • zwischen Felsen hinsetzen
  • Darauf achten, dass man nicht auffällt!
    Und das tut man, indem man vermeidet,
  • eine klar erkennbare Silhouette abzugeben (vor einem hellen Hintergrund)
  • sich rasch zu bewegen
  • einen sich bewegenden Schatten zu werfen
  • reflektierende Gegenstände am Körper zu tragen (Uhren, Brillen, Sicherheitsstreifen an der Jacke)
  • starke Kontraste hervorzurufen (helle Kleidung, helles Gesicht vor dunklem Hintergrund).
  • Ein paar schnelle Ideen fürs Versteckspielen.
  • in einem hohlen Baum
  • unter einem umgedrehten Ruderboot
  • unter der Kellertreppe
  • hinter der Mauer zum Nachbarn
  • unter dem Bett der Eltern
  • in der Doppeltür des Hintereingangs
  • auf dem Schrank bzw. dem Dachboden.

Ein spannendes Spiel namens „GPS-Schnitzeljagd“

Für dieses Spiel braucht man einen GPS-Empfänger (GPS steht für „Global Positioning System“). Diese Geräte sind mittlerweile recht billig zu haben; sie befinden sich in jedem zweiten Auto und immer öfter auch in ganz normalen Handys. Sie können etwas ganz Besonderes: Sie verraten jedem, der sie in Händen hält, ganz genau, wo er sich eben befindet und wohin er sich bewegen muss, wenn er an einen bestimmten anderen Ort will.

Soweit die Voraussetzung für das Spiel namens „Geocaching“, das im Deutschen auch „GPS-Schnitzeljagd“ genannt wird. Die Schnitzeljagd funktioniert recht einfach. Erst geht jemand hin und versteckt einen „Geocache“ - das ist eine kleine wasserdichte Schachtel, in der ein Notizbuch und kleine Tauschgegenstände wie Überraschungseier, Schlüsselanhänger oder Kaugummis liegen. Dann wird die exakte Lage dieser Box anhand des GPS-Geräts bestimmt und im Internet veröffentlicht (zum Beispiel bei www.geocaching.com, der Seite, die von sich sagt, die „Official Global GPS Cache Hunt Site“ zu sein).

Wer an dem Spiel teilnehmen will (kostet nichts), schaut auf der Homepage nach, wo in seiner näheren Umgebung ein Geocache versteckt wurde. Wenn er einen oder mehrere gefunden hat, nimmt er sein GPS-Gerät und macht sich auf die Suche. Sobald er die kleine Schachtel gefunden hat, schreibt er seinen Namen ins Notizbuch; wenn er will, kann er noch was tauschen (Kaugummi gegen Kugelschreiber zum Beispiel) und es ebenfalls vermerken, aber das muss nicht sein. Dann macht er noch ein Foto von sich und der Box und legt sie wieder dorthin zurück, wo er sie gefunden hat. Fertig. Auf, zum nächsten Versteck! Wenn der Finder des Geocache wieder zu Hause ist, vermerkt er im Internet, dass er die Box gefunden hat und lädt vielleicht noch ein Foto von sich hoch. Es gibt viele verschiedene Arten von Geocaches, die das Suchspiel zusätzlich variieren. Beispielsweise gibt es Caches, die man erst findet, wenn man vorher ein Rätsel löst.

Menschen, die von diesem Spiel keine Ahnung haben (und zum Beispiel zufällig Geocaches finden und nichts damit anzufangen wissen), werden von den Spielern „Geomuggels“ genannt. Der Begriff ist an jenen Namen angelehnt, den sich die Autorin von Harry Potter ausgedacht hat: Als „Muggel“ werden alle Nicht-Zauberer bezeichnet, also alle normalen Menschen wie wir, die bis vor fünf Minuten auch noch Geomuggel waren.

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